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Der
Ökoingenieur.

Der Biber und die Notwendigkeit seines Schutzes.

Der Ökosystem-
ingenieur

Durch das Fällen der Bäume entstehen offene Lichtungen im Wald, weswegen mehr Licht an den Boden gelangt und die Anzahl der Blütenpflanzen, wie Gräser und Kräuter explosionsartig ansteigt. Von einer Vielzahl dieser Pflanzenarten lebt der Biber insbesondere im Sommer, in dem er diese Flächen regelrecht beweidet, je nach Untergrund und Geländeniveau, sowohl die nassen als auch trockenen Wiesen und Heiden.

Aber nicht nur der Biber nutzt den neuen Lebensraum, auch Hirsche werden von Biberweiden angelockt, weil sie dort gute Nahrung finden. Neben diesen Huftieren profitieren auch kleine Tiere von diesen geschaffenen Flächen. Viele Insekten und Pflanzen finden ihr neues Zuhause in den Biberteichen und deren Umgebung. Interessant ist auch, dass alle Fließgewässer- und Waldarten, die auch ohne Biber da wären, nicht nur bleiben, sondern teilweise zusätzlich in Arten- und Individuenzahl wachsen.

Motor der
Artenvielfalt.

1000×
Mehr Frösche & Molche
In Gebieten mit Bibern steigt die Anzahl der Frösche und Molche um mehr als das Tausendfache.
Mehr Libellen & Heuschrecken
Die Artenzahl der Libellen und Heuschrecken versiebenfacht sich in Biberrevieren.
+50%
Höhere Artenvielfalt
Studien zeigen eine um bis zu 50 % höhere Artenvielfalt in Gebieten mit Bibervorkommen.
+120%
Wildblumengewächsen
Die Artenzahl von Wildblumengewächsen erhöht sich signifikat in Biberrevieren.

Lebensräume
durch Wasser

Der Hauptgrund für einen Dammbau ist die Sicherheit des Bibers. Ohne diesen Damm würde sein Eingang zu seinem Biberbau, auf Grund von Variäten im Wasserstand, teilweise offen liegen und für Feinde erreichbar sein. Damit dies nicht geschieht staut der Biber durch den Dammbau Wasser an und garantiert somit einen geschützten Eingangsbereich und folgend auch Schutz für seine Familie.

Diese entstandenen Biberteiche oder Stauteiche sind Stillgewässer inmitten des Fließgewässers. Die Staunässe führt zum Absterben von Nadelhölzern und anderen Pflanzen, die diesen Bedingungen nicht entsprechen. Dadurch bildet sich eine offene Wasserfläche mit Verlandungszonen, offenen Schlammflächen, Unterwasserpflanzen, Röhrichten und Rieden – wertvolle Lebensräume für hunderte von Arten.